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StandortOstendstraße 1, 12459 Berlin
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Planung2025-2026
Aus Pkw-Montagestrecke werden hochmoderne Labore
Wie macht man aus einem Industriedenkmal, das einst das höchste Gebäude Berlins war, hochmoderne Laborräume, die den Anforderungen an die modernste Technik gerecht werden?
Solche Aufgaben lieben wir und sind deshalb extrem stolz, mit der Planung dieser anspruchsvollen Umnutzung beauftragt worden zu sein. Das Gebäude ist Teil eines der spannendsten Bau-Projekte Berlins: dem Ausbau des Gewerbestadtquartiers Behrens-Ufer in Oberschöneweide.
Der historische und denkmalgeschützte Peter-Behrens-Bau, benannt nach dem Architekten, spiegelt einen Teil der Berliner Industriegeschichte wider. Aufgeteilt wird das Projekt in verschiedene Bauteile. Mit der Gesamtplanung ist das internationale Büro GMP beauftragt.
Unsere Umnutzung planten wir für ein Gebäude, das zu Gründerzeiten eine Lkw- und Pkw-Montagestrecke enthielt. Später war dort die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HTW) untergebracht.
Ursprünglich sollte das Gebäude als Bürokomplex nachgenutzt werden. Doch die Umstellung vieler Arbeitsplätze ins Homeoffice machte den Bau von Büroräumen unattraktiv. Daher sind wir nun dafür verantwortlich, aus Büros einen Laborstandort zu machen. Mieter ist der internationale Chemiekonzern LGC.
Die Herausforderung dieses Projekts, das sich mit seinen 12.000 Quadratmetern über sechs Etagen zieht, beschreibt Projektplaner und Ganter-Geschäftsführer Florian Beckmüller so: „Wir haben das Gebäude, das als Industriedenkmal gilt und das früher einmal das höchste Gebäude Berlins war, komplett entkernt. Es handelte sich also um einen großen Umbau, der unter Auflagen des Denkmalschutzes durchgeführt wurde.“ Besonders kniffelig: Die neue Technik in die bestehende Struktur des Denkmals einzubringen. Auch hier fanden unsere Planer praktikable Lösungen für jedes Problem.
Inzwischen hat der GU Züblin mit dem Umbau begonnen. Die Hauptbaugenehmigung für den gesamten Behrens-Bau ist erteilt, unser Antrag auf Nutzungsänderung eingereicht. „Ich gehe davon aus, dass wir mit unseren Bauteilen bis zum Jahreswechsel fertig sind“, kündigt Florian Beckmüller an. Am Ende können noch weitere vier Mieter in das geschichtsträchtige Gebäude einziehen.